Erschließung
Eine dezentrale Erschließung verringert im Pandemiefall die Anzahl von Kontakten bzw. die Kontaktzeit zu anderen Personen oder Kohorten.
Empfehlungen für Alten-/Pflegeheim
Es sollte nur einen zentralen Eingang auf das Gelände geben. Jedes Gebäude des Pflegeheims sollte nur überwachte Zugänge aufweisen. Zusätzlich zu einem Haupteingang sollte eine innenliegende, separate Erschließung für einzelne Wohnbereiche ermöglicht werden.
Die separate Erschließung pro Kohortenbereich sollte über einen Aufzug möglich sein.
Der Besucherbereich sollte von außen oder direkt vom Haupteingang aus erreichbar und einsehbar sein.
Übergeordnete Funktionsbereiche (z.B. Cafeteria und Zentrallager, Küche) der Pflegeeinrichtung sollten zentral erreichbar sein, ohne dass andere Funktionsbereiche und Kohorten durchkreuzt werden müssen. Ebenfalls sollten Kohorten erreichbar sein ohne andere Kohorten zu durchqueren.
Fluchtwege sollten für eine dauerhafte Nutzung ausgelegt sein, um als zusätzliche Erschließungswege in pandemischen Situationen zu fungieren.
Der Verwaltungstrakt und weitere Funktionsbereiche der Mitarbeitenden sollten eigenständig zu erschließen sein. Die Zutrittsmöglichkeiten sollten durch Schlüssel/ Transponder geregelt sein.
Es sollte einen zentral erreichbaren Abschiedsraum mit unmittelbarem Zugang nach Außen geben.
Die Inhalte der Wissensplattform dienen als Planungsempfehlungen und können von den Nutzenden in Ihre Planung integriert werden. Sie dienen jedoch ausschließlich als ergänzende Empfehlung zu geltenden Gesetzen und Richtlinien. Aktuelle Sicherheits- und Bauvorschriften müssen eingehalten werden.
Best Practice
Altenpflegeheim in Girona, Pinearq + brullet de luna arquitectes
Für ihren Entwurf des Altenpflegeheims in Salt verteilte das Architekturbüro Pinearq + brullet de luna arquitectes die drei Stationen auf drei beinahe baugleiche Pavillons. Diese Entscheidung half nicht nur bei der Belichtung der einzelnen Bereiche, sondern erleichtert auch eine Kohortierung im Bedarfsfall.